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Sachsenbarometer Frühjahr 2017 - Schwungvoll ins neue Jahr

Lage und Stimmung in der sächsischen Wirtschaft waren Ende 2016 so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der positive Trend setzt sich auch 2017 fort.

Die Stimmung der sächsischen Wirtschaft hat sich im Verlauf des vierten Quartals 2016 kontinuierlich verbessert. Im Dezember kletterte das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator von Sächsischer Zeitung, Creditreform Dresden und der Dresdner Niederlassung des Münchner Ifo Instituts, auf den höchsten Wert seit fünf Jahren. „Die positive Entwicklung der sächsischen Wirtschaft wird maßgeblich durch volle Auftragsbücher in der Industrie und im Bau getragen", sagt Thomas Schulz, Prokurist bei der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Mit dem Jahreswechsel trübte sich jedoch die Zuversicht der sächsischen Unternehmer wieder etwas ein. Parallel stiegen auch die Werte für den Zahlungsverzug leicht an - die Firmen im Freistaat lassen sich mehr Zeit, ihre Rechnungen zu bezahlen. „Die Verschlechterung in der Zahlungsweise ist aber auf saisonal bedingte Einflüsse und den teilweise hohen Vorfinanzierungsaufwand, beispielsweise für Baumaterial, zurückzuführen", sagt Thomas Schulz.

Sachsenbarometer Frühjahr 2017



Fulminanter Endspurt für die Industrie

Nach seinen Daten hat vor allem Sachsens Industrie einen fulminanten Jahresendspurt hingelegt. Nachdem das Geschäftsklima in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres trotz heftiger Schwankungen insgesamt seit wärts tendierte, verbesserte sich die Stimmung seit Oktober zusehends. Das betrifft sowohl die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage als auch die Geschäftserwartungen. Auch die Exporterwartungen legten im Quartalsvergleich kräftig zu. Im neuen Jahr berichteten die Befragungsteilnehmer abermals von besseren Geschäften als im Vormonat. Der Binnenkonsum und die nunmehr schwungvollere Weltwirtschaft bescheren der sächsischen Industrie gut gefüllte Auftragsbücher. Im Januar waren die Unternehmen nach eigenen Angaben so stark ausgelastet wie seit anderthalb Jahren nicht mehr, ihre Produktionspläne haben sie gegenüber den Vormonaten deutlich angehoben. Gleichwohl blicken die sächsischen Industrieunternehmen nicht uneingeschränkt positiv in die Zukunft: Die Verunsicherung über den zukünftigen Wirtschaftskurs des neuen US-Präsidenten Donald Trump und über die Auswirkungen des von Großbritannien angekündigten „harten Brexit" sei groß, sagt Thomas Schulz. Entsprechend erwarteten die Firmen für das erste Halbjahr 2017 „wenig positive Impulse" aus dem
Außenhandelsgeschäft.

Bautätigkeit bleibt ungebrochen
Ungeachtet der internationalen Unsicherheit hat die Binnenkonjunktur dem sächsischen Bauhauptgewerbe ein erfolgreiches Jahr 2016 beschert. Im gesamten Jahresverlauf hellte sich die Stimmung von Quartal zu Quartal spürbar auf, getrieben vor allem von den optimistischen Geschäftserwartungen. Im Dezember und Januar korrigierten die sächsischen Bauunternehmer zudem auch ihre Lageeinschätzungen wieder nach oben. Sie haben viel zu tun. Die Auftragsbücher sind unverändert gut gefüllt, die Auslastung ist entsprechend hoch. Die hohe Wohnraumnachfrage insbesondere in den sächsischen Großstädten reißt nicht ab. Auch die Witterung spielte mit; die frostigen Tage im Januar scheinen die Bautätigkeit nicht übermäßig behindert zu haben. Es verwundert Thomas Schulz daher nicht, dass die sächsische Bauindustrie für das erste Halbjahr mit einer weiteren Belebung ihrer Geschäfte rechnet. Angesichts der hohen Nachfrage und der hohen Auslastungen dürften aberauch die Baupreise weiter steigen.

Handel trotz guter Zahlen skeptisch
Im sächsischen Handel hellte sich die Stimmung im Laufe des vierten Quartals 2016 ebenfalls auf, sie trübte sich
jedoch zu Beginn des neuen Jahres merklich ein. Gemessen am langfristigen Durchschnitt sind aber selbst die
jüngsten Lageeinschätzungen der sächsischen Groß- und Einzelhändler als recht positiv einzustufen. Allerdings haben beide Handelsstufen im Januar auch ihre Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr deutlich nach unten korrigiert,
nachdem sie sich im vierten Quartal noch vergleichsweise optimistisch geäußert hatten. Offensichtlich erwarten
sie in den kommenden Monaten keine weitere Belebung ihrer Geschäfte, wenn man von den üblichen Saisonschwankungen absieht. Dies überrascht, da angesichts der stabilen Beschäftigungs- und Einkommenssituation der privaten Haushalte eigentlich mit einer anhaltend hohen Konsumnachfrage zu rechnen ist.

Zahlungsmoral schwindet leicht
Die Unternehmen in Sachsen bezahlten ihre Lieferanten im vierten Quartal 2016 ein wenig schlechter als im Vorquartal. Aktuell registrieren die Gläubigerunternehmen im Freistaat einen Zahlungsverzug von durchschnittlich 9,7 Tagen, im Vorquartal waren es noch 9,3 Tage gewesen. Von einer Wende ins Negative will Thomas Schulz aber noch nicht sprechen. Schließlich zeige der längerfristige Trend, dass seit Anfang 2014 im Saldo eine stetige Verbesserung beim Zahlungsverhalten verzeichnet werden kann.


Text aus "Das Entscheidermagazin der Sächsischen Zeitung", Ausgabe Frühjahr 2017
Autoren: Lars Radau (Sächsische Zeitung), Michael Weber (ifo-Institut) und Thomas Schulz (Creditreform)
Grafik: Gernot Grunwald (Sächsische Zeitung)




Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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