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Sachsenbarometer 1. Halbjahr 2017 - Aufschwung mit Atempause

Die sächsische Wirtschaft wächst kontinuierlich - mal mehr, mal weniger schwungvoll. Dabei sind die Firmen sehr solide: Das Pleite-Risiko ist auf historisch niedrigem Niveau.

Der Geschäftsklimaindex der gewerblichen Wirtschaft in Sachsen hat sich im ersten Halbjahr kontinuierlich nach oben entwickelt - wenn auch mit zwischenzeitlichen Atempausen. Nachdem sich diegute Stimmung zum Ende des vergangenen Jahres nicht über den Jahreswechsel hinweg fortsetzte, nahmen die Werte zwischen Februar und April deutlich zu. Seit März befinden sich die sächsischen Unternehmen wieder auf Kurs. Die Lageeinschätzung der Befragungsteilnehmer erreichte im April ein neues Allzeithoch, während sich die Geschäftserwartungen im gleichen Zeitraum nur verhalten entwickelten.

Sachsenbarometer 07/2017


Sächsische Industrie in guter Stimmung


Nach einer kleinen Verschnaufpause im Februar knüpfte das Verarbeitende Gewerbe wieder an die gute Entwicklung des vergangenen Jahres an. Die Unternehmer beurteilten ihre laufenden Geschäfte in diesem Zeitraum kontinuierlich besser. Auch der Ausblick auf die kommenden sechs Monate verbesserte sich im Mittel. Nach rückläufigen Werten zum Jahresauftakt sprangen die Geschäftserwartungen im März kräftig nach oben, normalisierten sich aber schon im April wieder. Hierfür waren maßgeblich die Investitions- und Konsumgüterproduzenten verantwortlich. Der zeitweilige Rückgang der Geschäftserwartungen! zum Jahresanfang dürfte auch auf Verunsicherung rund um Umstrukturierungsmaßnahmen im sächsischen Fahrzeugbau zurückzuführen sein. Die Exporterwartungen der sächsischen Unternehmen nahmen zwischen Februar und April etwas ab. Zum Beginn des zweiten Quartals erreichte die Lageeinschätzung der Befragungsteilnehmer einen neuen Höchstwert. Die gute Binnenkonjunktur füllte die
Auftragsbücher der Befragungsteilnehmer. Bei gestiegenen Verkaufspreisen und konstanter Kapazitätsauslastung ist die sächsische Industrie so zufrieden wie nie zuvor.

Baugewerbe mit verhaltenem Start

Nachdem das Geschäftsklima des sächsischen Bauhauptgewerbes zum Ende des vierten Quartals 2016 zugelegt hatte, begannen die Bauunternehmer das neue Jahr etwas verhaltener. Im Februar und März kühlte die Stimmung unter den Befragten etwas ab, legte aber im April wieder spürbar zu. Während die Lageeinschätzungen der Bauunternehmer zwischen Februar und April in etwa konstant blieben, gingen die Geschäftserwartungen deutlich zurück. Bei rückläufiger Geräteauslastung meldete ein Großteil der sächsischen Baufirmen im Februar deutliche Einschränkungen durch Witterungseinflüsse. Zu Beginn des zweiten Quartals hellte sich der Ausblick wieder auf. Bei vollen Auftragsbüchern erwarteten die Bauunternehmer in den kommenden Monaten eine deutliche Zunahme der Bautätigkeit. Zudem gingen die Unternehmer von einer künftig deutlich höheren Beschäftigung im Bausektor aus.

Handelsklima im Freistaat erholt sich

Auch das Geschäftsklima des sächsischen Handels erholte sich zwischen Februar und April wieder. Der Rückgang von Geschäftslage und Erwartungen hatte zum Jahresanfang für eine harte Landung gesorgt. Aufgrund der nach wie vor guten Einkommens- und Beschäftigungssituation konnten die sächsischen Handelsunternehmen dieses Tief schnell hinter sich lassen. In beiden Teilbereichen knüpfte die Geschäftslage im April wieder an die Entwicklung des vergangenen Jahres an. Auch der Ausblick der Handelsunternehmen verbesserte sich in diesem Zeitraum.

Ausfallrisiko im Freistaat auf historisch niedrigem Stand

Das Ausfallrisiko der Unternehmen in Deutschland sinkt nach der Kommastelle nur leicht und blieb 2016 relativ konstant bei 1,6 Prozent. Die Schere zwischen den neuen und alten Bundesländern schließt sich weiter: Das Pleiterisiko in den neuen Bundesländern ist nur noch geringfügig höher (1,7 %) als in den alten Bundesländern (1,6 %). Sachsen erreicht 2016 mit 1,8 Prozent die zweitniedrigste Ausfallquote, die seit Beginn der Erhebung der Ausfallwahrscheinlichkeit von Unternehmen ermittelt wurde. 2014 sank der Index erstmals unter die Zwei-Prozent-Grenze und verringerte sich 2015 erneut. 2016 bleibt der Wert mit kleinem Negativknick auf einem konstanten Niveau. In Sachsens Branchen weist das Verarbeitende Gewerbe mit 1,3 Prozent das geringste Ausfallrisiko auf. Im Gastgewerbe ist es aufgrund des starken Wettbewerbs mehr als doppelt so hoch. Dennoch bleibt das sächsische Gastgewerbe unter dem deutschen Durchschnitt, ist damit die am stärksten gefährdete Branche.

Für Thomas Schulz, Prokurist bei der Creditreform Dresden, ist der Trend prinzipiell erfreulich. „Die sächsischen Unternehmen haben eine sehr gute Eigenkapitalausstattung und sind gut für die Zukunft gerüstet. Seit Jahren steigt die Eigenkapitalquote kontinuierlich. Damit sinkt die Insolvenzanfälligkeit, die Stabilität der Firmen wächst", lobt er. Allerdings gebe es auch eine Kehrseite: „Das Sicherheitsdenken, auch künftig zahlungsfähig zu sein und für schlechte Zeiten vorgesorgt zu haben, mindert den Investitionsdrang." Aufschwung mit Atempause Die sächsische Wirtschaft wächst kontinuierlich - mal mehr, mal weniger schwungvoll. Dabei sind die Firmen sehr solide: Das Pleite-Risiko ist auf historisch niedrigem Niveau.


Text aus "Das Entscheidermagazin der Sächsischen Zeitung", Ausgabe Juni 2017
Autoren: Lars Radau (Sächsische Zeitung), Michael Weber (ifo-Institut) und Thomas Schulz (Creditreform)
Grafik: Gernot Grunwald (Sächsische Zeitung)




Das Sachsenbarometer, der Wirtschaftsindikator der SZ, erscheint monatlich in Kooperation mit der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. und der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Dresden.

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