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Gute Stimmung macht höhere Preise

Das Sachsenbarometer zeigt: Die Wirtschaft im Freistaat läuft hervorragend. Daraus wollen die Firmen Nutzen ziehen - mit Preiserhöhungen.

Die Unternehmer im Freistaat Sachsen blicken zufrieden auf den Spätsommer zurück. Die Stimmung der Befragungsteilnehmer des Sachsenbarometers, das die Dresdner Niederlassung des Münchner ifo-Instituts und die Wirtschaftsauskunftei Creditreform erstellen, erreichte im September ein neues Allzeithoch und stellte damit den erst im Juni aufgestellten Rekord ein. Auch der leichte Rückgang der Geschäftslage zwischen August und September vermochte die gute Stimmung nicht zu trüben. Ausschlaggebend für das hohe Niveau des sächsischen Geschäftsklimas war jedoch die anhaltende Zunahme der Geschäftserwartungen. Die Befragungsteilnehmer begannen das Winterhalbjahr zufrieden und voller Optimismus.

Sachsenbarometer 11/2017


Sachsens Industrie geht gut gerüstet in den Winter


Die Stimmung der sächsischen Industrie verbesserte sich von August bis Oktober zunehmend. Die Unternehmer waren mit ihren laufenden Geschäften hochzufrieden. Die Lageeinschätzungen der Befragungsteilnehmer blieben knapp unterhalb des im Juli aufgestellten Allzeithochs. Einzig die Konsumgüterproduzenten waren mit ihren laufenden Geschäften etwas weniger zufrieden. Der Ausblick der sächsischen Industrie auf die kommenden sechs Monate verbesserte sich derweil deutlich. Insbesondere die für den Freistaat Sachsen wichtigen Produzenten von Vorleistungsgütern wurden zunehmend optimistischer. Darüber hinaus erwarten sowohl Vorleistungs- als auch Investitionsgüterproduzenten zusätzliche Impulse aus dem Exportgeschäft. Bei moderater Kapazitätsauslastung startete die sächsische Industrie gut gerüstet ins Winterhalbjahr.

Baugewerbe rechnet weiter mit guten Geschäften

Die sächsischen Bauunternehmer waren zum Ende des Sommers etwas weniger zufrieden mit ihren laufenden Geschäften, begannen den Herbst aber voller Zuversicht. Einhergehend mit der etwas geringeren Bautätigkeit und den zunehmenden Schwierigkeiten, zusätzliche Arbeitskräfte zu finden, waren die Bauunternehmer nicht mehr ganz so zufrieden wie im Sommer. Dennoch blieb die Stimmung der Befragungsteilnehmer auf hohem Niveau. Bei moderater Geräteauslastung und der Bereitschaft, weiterhin Beschäftigung aufzubauen, erwarten die Unternehmer gute Geschäfte im Winterhalbjahr. Insbesondere im Tiefbau legten die Geschäftserwartungen kontinuierlich zu. Eine Ursache hierfür dürfte der fortschreitende Ausbau des Breitbandnetzes in Sachsen sein.

Handel profitiert von steigenden Einkommen

Die Stimmung im sächsischen Handel blieb derweil konstant gut. Die Großhändler profitierten weiterhin von der heiteren gesamtwirtschaftlichen Lage, die gute Stimmung der Sommermonate setzte sich nahezu unverändert fort. Die Einzelhändler profitierten derweil von der guten Arbeitsmarkt- und Einkommenssituation der privaten Haushalte. Die Lageeinschätzung der Einzelhändler verbesserte sich zwischen August und September zunehmend, allerdings nahmen ihre Geschäftserwartungen etwas ab. Sowohl Groß- als auch Einzelhändler gehen davon aus, dass die Verkaufspreise zukünftig steigen werden und wollen die Beschäftigung in den kommenden Monaten ausweiten.

Für Thomas Schulz, Prokurist bei Creditreform Dresden, ist die Botschaft der gemeinsamen Erhebung mit der Dresdner Niederlassung des ifo-Instituts eindeutig: „Der Mittelstand in Sachsen ist gefestigt und steht aus unserer Sicht vor einem weiteren Ausbau." Die Wirtschaftslage im gesamten deutschen Mittelstand sei „weiterhin außerordentlich gut", so Schulz.

Der Creditreform Geschäftsklimaindex (CGK) erreichte seinen Angaben zufolge im Herbst 2017 mit 30,9 Punkten einen neuen Höchststand (Herbst 2016: 24,9 Punkte). Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen wurden von den befragten Unternehmen günstiger eingeschätzt als vor einem Jahr.

Die sächsischen Unternehmer sind dem Bundesschnitt sogar noch deutlich voraus: In Deutschland nannten 69,4 Prozent der Befragten die aktuelle Geschäftslage sehr gut und gut und 27,9 Prozent sprachen von befriedigend bis ausreichend. Mangelhaft und ungenügend bewerteten nur 1,7 Prozent der Firmen ihre Lage. 77 Prozent der sächsischen Betriebe hingegen votierten mit sehr guten und guten Noten für die Geschäftslage (Vorjahr: 73,6 Prozent). Jeder fünfte Betrieb (21,7 Prozent) sprach von einer befriedigenden bis ausreichenden aktuellen Geschäftslage (Vorjahr: 26,4 Prozent). Negative Angaben fanden sich bei den Befragten aus Sachsen nicht.

Steigende Umsätze fördern Lust auf Investitionen

Beim aktuellen Umsatz haben zwar nur 29 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Sachsen eine Steigerung registriert (Deutschland: 42,2 Prozent), nach den Umsatzzuwächsen der letzten Jahre jedoch ist die Zahl der KMU, die von gleichbleibendem Umsatz sprechen (59,4 Prozent), ein Erfolg. Höher als im Vorjahr ist der Anteil der Unternehmen, die Investitionen planen. 64 Prozent der Befragten wollen zukünftig investieren (Vorjahr: 53 Prozent). Vor allem das boomende Baugewerbe, aber auch das Verarbeitende Gewerbe haben höhere Investitionsausgaben vorgesehen. Ganz entscheidend: Mit diesem starken Investitionswillen liegt man deutlich über den Investitionsplanungen der Kollegen in Gesamtdeutschland. Hier sind nur 52,7 Prozent der Firmen zu Investitionen bereit.

Höhere Preise, höhere Gewinne - mehr Jobs

Die Kunden der mittelständischen Unternehmen werden sich auf höhere Preise für die Produkte und Dienstleistungen einstellen müssen. 27,5 Prozent der befragten Unternehmen wollen die Preise in den nächsten sechs Monaten anheben. Preissenkungen sind so gut wie nicht geplant. Bei starken Umsätzen und höheren Preisen wird sich eine Verbesserung der Gewinnsituation ausrechnen lassen.

Beim Personal zeigte der sächsische Mittelstand zuletzt einen höheren Bedarf: 20,3 Prozent der Unternehmen haben seit Jahresbeginn die Zahl der Mitarbeiter aufgestockt. In der letztjährigen Umfrage war der Anteil ähnlich hoch (21,8 Prozent). Einen Stellenabbau gab es nur bei wenigen Unternehmen (5,8 Prozent; Vorjahr: 8,0 Prozent). Und die Kapazitäten im Mittelstand dürften weiter steigen: So gaben 20,3 Prozent der Befragten an, zusätzliche Arbeitskräfte einstellen zu wollen (Vorjahr: 19,5 Prozent). „Für die sächsischen Manager wird die Gewinnung und das Halten von Mitarbeitern zur Top-Herausforderung. Die Nachfrage nach Personal steigt und das Angebot sinkt - auch aufgrund der demografischen Entwicklung", so Thomas Schulz.

Infolge der guten Gesamtsituation verbesserten sich die Eigenkapitalquoten im sächsischen Mittelstand weiter. 39 Prozent (Vorjahr: 28 Prozent) der Unternehmen besitzen mittlerweile eine solide Eigenkapitaldecke und gelten mit einer Eigenkapitalquote von über 30 Prozent als eigenkapitalstark. Mit einer Eigenkapitaldecke von durchschnittlich 36 Prozent ist der Eigenmittelanteil in Sachsen deutlich höher als im Rest Deutschlands.

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